8 Fragen, 8 Antworten: Alles Wissenswerte über Ebenholz

Kurzantwort: Ebenholz (Diospyros) zählt mit einer Dichte von 1.000 bis 1.200 kg/m³ zu den härtesten und wertvollsten Hölzern der Welt. Das tiefschwarze Kernholz ist extrem feinporig, nahezu unverwüstlich und wird seit der Antike für Musikinstrumente, Einlegearbeiten und hochwertige Schreibgeräte geschätzt. Der Preis von über 20.000 Euro pro Kubikmeter macht Ebenholz rund zehnmal teurer als Eiche.

Ebenholz ist eine der wertvollsten Holzarten weltweit – und zugleich eine der geheimnisvollsten und mythischsten, um die sich zahlreiche Sagen winden. So wird diesem Holz eine magische Wirkung zugeschrieben. Waffen aus Ebenholz sollen Dämonen verwunden können und Häuser aus Ebenholz genießen einen hohen Schutz gegen Geister.

Doch selbst für alle, die nicht an Zauberei, Esoterik und an Geister glauben, besitzt Ebenholz einen ganz besonderen Wert. Das edle Aussehen, die Härte des Holzes und nicht zuletzt der hohe Preis, der für Ebenholz aufgerufen wird, machen diese Holzart einzigartig. Wertvolle Musikinstrumente, Möbel und hochwertige Schreibsets aus Ebenholz sind somit Ausdruck von Luxus und Genuss.

Doch was genau ist eigentlich Ebenholz? Und woher kommt sein enormer Wert? In unserem Blogbeitrag erklären wir es – und beantworten die wichtigsten Fragen zu diesem ganz besonderen Naturmaterial.

Ebenholz

 

Was ist Ebenholz?

Es gibt nicht nur den einen Ebenholz-Baum, sondern mehrere Ebenhölzer. Anders als meinen könnte, wer in seiner Kindheit das Märchen „Schneewittchen“ vorgelesen bekam, ist Ebenholz nicht zwangsläufig schwarz. Es gibt tatsächlich dunkelbraune bis schwarze Sorten, aber auch hellere, gestreifte Ebenholzarten wie das Makassar-Ebenholz aus Indonesien.

Die wissenschaftliche Klassifikation bestätigt die Sonderstellung: Laut der International Association of Wood Anatomists (IAWA) erreicht Ebenholz der Gattung Diospyros eine Dichte von 1.000 bis 1.200 kg/m³ – damit ist es doppelt so schwer wie europäische Eiche (ca. 600 kg/m³). Das USDA Wood Handbook stuft Ebenholz in die höchste Härteklasse (Klasse 1 von 5) ein. Zum Vergleich: Auf der Janka-Skala erreicht Ebenholz Werte von über 3.000 lbf – dreimal so viel wie Walnuss.

Ebenholz gilt als eines der härtesten Hölzer der Welt, wobei die Dichte je nach Sorte recht verschieden sein kann – ebenso wie die Holzqualität selbst.

Wertvoll ist bei Ebenholz nur der festere, härtere Kern. Dessen Anteil beträgt bei manchen Bäumen gerade einmal ein Drittel des Holzes, das äußere Holz – im Fachjargon Splintholz genannt – ist hingegen nicht viel mehr wert als klassisches Buchenholz.

Wo wächst Ebenholz?

Ebenholz ist eine außereuropäische Holzsorte. Es kommt vor allem in Afrika und in Südostasien vor. Oft tragen die verschiedenen Holzsorten auch den jeweiligen Namen des Landes oder der Region, in denen sie wachsen, zum Beispiel Kamerun-Ebenholz, Ceylon-Ebenholz und Madagaskar-Ebenholz. Auch aus Mauritius und in Indonesien wachsen Ebenholz-Bäume. In vielen Regionen der Welt stehen die Bäume inzwischen unter einem besonderen Schutz.

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Wie sieht Ebenholz aus?

Im Märchen ist Ebenholz schwarz – siehe Schneewittchens Haar, das so schwarz wie Ebenholz gewesen sein soll.

Und in der Realität?

Tatsächlich gibt es schwarze Ebenhölzer wie das Kamerun-Ebenholz, das die weltweit am weitesten verbreitete Ebenholz-Sorte ist. Viele Ebenhölzer sind aber auch dunkelbraun oder weisen Strukturen auf, etwa das auch Zebraholz genannte Makassar-Ebenholz aus Indonesien, das im an sich schwarzen Kern einige zum Teil sehr helle Maserungen besitzt.

Welche Eigenschaften besitzt Ebenholz?

Die auffälligsten Eigenschaften von Ebenholz sind seine sehr dunkle, ins Schwarze gehende Farbe ohne sichtbare Jahresringe und die hohe Härte des Holzes. Diese beiden Eigenschaften machen Ebenholz als Material etwa für Möbel sowie als hochwertiges Holz interessant.

Dazu ist der Kern von Ebenholz oft sehr feinporig – ein echtes Qualitätsmerkmal. Das erhöht die Festigkeit und die Dichte und ist einer der Gründe, weshalb Ebenholz von jeher eines der beliebtesten Hölzer für Möbel war. Ebenholz ist zudem dadurch sehr beständig und altert nicht zu stark.

Nicht zuletzt profitiert Ebenholz davon, sich von anderen Hölzern optisch stark zu unterscheiden. Mit seiner dunklen Farbe und Maserung hebt es sich von den oftmals helleren Holzarten ab und wird im polierten Zustand zu einem wahren Edelholz.

Ebenholz in Zahlen

Eigenschaft Wert Vergleich
Dichte (Kernholz) 1.000–1.200 kg/m³ Eiche: ca. 600 kg/m³
Janka-Härte über 3.000 lbf Walnuss: ca. 1.010 lbf
Härteklasse (USDA) Klasse 1 (höchste) Mahagoni: Klasse 3
Wachstum (Durchmesser) 2–3 mm pro Jahr Eiche: 5–8 mm pro Jahr
Preis pro m³ über 20.000 EUR Eiche: ca. 1.500 EUR
Schutzstatus Fast ⅓ aller Arten auf Roter Liste Nur 2 von ~100 Arten ungefährdet

Quellen: IAWA, USDA Wood Handbook

 

Wie teuer ist Ebenholz?

Wir hatten es ganz am Anfang ja schon erwähnt: Ebenholz ist teuer, richtig teuer sogar. Wird der Preis für einen Kubikmeter Eichenholz mit plus/minus 1500 Euro angegeben, so ist für die gleiche Menge Ebenholz mehr als das Zehnfache zu berappen. Preise von 20.000 Euro und mehr sind nicht selten, hängen aber natürlich von der jeweiligen Sorte ab.

Der hohe Preis findet sich in der Historie wieder, schon immer war Ebenholz sehr wertvoll. Doch es gibt auch noch andere Gründe dafür, wieso diese Holzart so besonders teuer ist – siehe nächste Frage:

Warum ist Ebenholz besonders geschützt?

Ebenholz ist eines der vom Aussterben bedrohten Hölzer. Rund 100 Ebenholz-Arten gibt es – und gerade einmal zwei davon gelten als nicht gefährdet.

Fast ein Drittel der Ebenhölzer gelten hingegen als stark gefährdet oder bedroht. Diese Sorten stehen auf der Roten Liste und werden besonders geschützt. Im Handel sind sie folglich nicht mehr zu finden – auf dem Schwarzmarkt hingegen leider mitunter noch immer.

Für viele Ebenhölzer ist deshalb ein Herkunftsnachweis erforderlich. Wer etwa mit einem Musikinstrument aus Ebenholz reist, muss ein entsprechendes Dokument mit sich führen.

Die Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: Von rund 100 bekannten Ebenholz-Arten gelten nur zwei als nicht gefährdet. Fast ein Drittel steht auf der Roten Liste der IUCN. Beim Kauf von Ebenholz-Produkten sollten Sie daher stets auf die Herkunft achten. Seriöse Anbieter verwenden ausschließlich Holz aus nicht bedrohten Beständen und können die Lieferkette dokumentieren.

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Wofür wird Ebenholz verwendet?

Ähnlich wie Palisanderholz findet Ebenholz vorwiegend in Möbeln und für Musikinstrumente Verwendung. Wobei der Möbelbau durch die hohen Preise für Ebenholz mehr und mehr in den Hintergrund rückt – anders als noch vor einigen Jahrhunderten.

Stattdessen findet sich Ebenholz seiner Eigenschaften wegen heutzutage in Scharnieren wieder und wird für wertvolle Einlegearbeiten verwendet. Tastaturen, Griffbretter und Teile von Holzblasinstrumenten entstehen ebenso aus Ebenholz wie Verzierungen, etwa für Möbel oder Besteck.

Wertvolle Kugelschreiber und Füllfederhalter aus Ebenholz zieren die Schreibtische von genussorientierten Business-Managern. Verwendet werden hierfür Ebenholzarten aus dem Bestand der ungefährdeten Holzarten – Kultiviertheit und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand.

Was macht Ebenholz so besonders?

Ebenholz ist ein regelrecht mythisches, sagenumwobenes Holz. Von jeher genießt es eine besondere Wertigkeit, nicht nur monetär. In der Welt der Zauberei hält Ebenholz böse Geister fern. Magische Gegenstände werden in Ebenholz-Schatullen aufbewahrt, weil sie nur dort ihre Kräfte bewahren sollen. Zauberstäbe wurden aus Ebenholz gefertigt und Häuser auf Ebenholz-Pfähle gestellt, weil dem Glauben nach Geister diese Häuser nicht betreten können.

„Ebenholz zählt mit einer Dichte von über 1.000 kg/m³ zu den härtesten Nutzhölzern der Welt. Seine einzigartige Kombination aus Feinporigkeit, Beständigkeit und tiefschwarzer Färbung macht es seit Jahrtausenden zum bevorzugten Material für Objekte von bleibendem Wert.“

Bereits im alten Ägypten galt Ebenholz als königliches Material – Grabbeigaben aus Ebenholz finden sich in den Gräbern der Pharaonen. Im Alten Testament wird es als Handelsware von höchstem Wert erwähnt. Diese kulturelle Bedeutung ist kein Zufall: Ein Ebenholzbaum braucht Jahrzehnte, um einen verwertbaren Stamm zu bilden, da der Durchmesser nur 2 bis 3 Millimeter pro Jahr wächst.

Aber auch jenseits allen Aberglaubens ist Ebenholz einzigartig. Dieses Holz ist hart, witterungs- und zeitbeständig und eignet sich so für Gegenstände, die lange halten sollen. In den vergangenen Jahrhunderten wurden hochwertige Möbel daraus gefertigt.

Bereits im Alten Testament fand Ebenholz Erwähnung – als Handelsgut, was den Wert dieses besonderen Holzes mit seiner sehr dunklen Farbe unterstreicht.

Rein von seinen physischen Eigenschaften her kann Ebenholz dabei durch andere Holzsorten wie etwa die heimische Eiche oder Buchenholz für viele Anwendungen ganz gut ersetzt werden. Aber den Mythos, der sich um Ebenholz rankt: Er ist wahrlich einmalig!

 

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Hörner bietet vier Qualitätsserien mit Kugelschreibern, Füllern und Tintenrollern aus Ebenholz für kultivierte Genießer und Schreibliebhaber an. Der Legno Füllfederhalter mit einem Ebenholz-Schaft steht für eine zeitlose Eleganz. Bei den Füllern ist der Scriptum Füllfederhalter mit Ebenholz-Schaft und -Kappe sowie Goldfeder das unangefochtene Flaggschiff für alle, die ein echtes Unikat im exklusiven Luxus-Design auf ihren Schreibtisch legen möchten. Die Imperius-Serie mit Tintenroller, Kugelschreiber und Federhalter steht dem in punkto edler Formvollendung in kaum etwas nach und wertet jeden Anzug auf.