Journal · Schreibgeräte & Wissen

Tinte: woraus sie besteht, welche Arten es gibt und was dokumentenecht bedeutet.

Tinte ist die Basis jedes handgeschriebenen Wortes, doch kaum jemand weiß, was eigentlich darin steckt. Dieser Ratgeber erklärt die Zusammensetzung, die sechs gängigen Tintenarten, was dokumentenechte Tinte bedeutet und welche Tinte sich für den Füller eignet.

Tintenfass mit Füllfederhalter auf Papier, ein Beispiel für das Schreiben mit Tinte
Wasser, Farbmittel und ein Bindemittel: Aus diesen wenigen Zutaten wird das, womit wir seit Jahrtausenden schreiben.
Kurz zusammengefasst

Tinte besteht im Kern aus Wasser, einem Farbstoff oder Pigment, einem Bindemittel und Zusätzen zur Konservierung. Gängig sind sechs Arten: auf Wasserbasis, auf Lösungsmittelbasis, Eisengallus, pigmentierte Tinte, Tusche und Gel. Dokumentenecht bedeutet licht- und wasserfest sowie dauerhaft lesbar. Das erfüllen vor allem Eisengallus- und pigmentierte Tinten. Für den Füller eignet sich eine schnell trocknende, wasserfeste Tinte aus dem Fass, etwa das Hörner Tintenfass 30 ml.

~ 5.000
Jahre Geschichte
schon in Ägypten und China genutzt, aus Ruß und Gummiwasser
6
gängige Tintenarten
Wasserbasis, Lösungsmittel, Eisengallus, Pigment, Tusche, Gel
2
dokumentenechte Arten
Eisengallustinte und pigmentierte Tinten halten licht- und wasserfest
Kapitel I · Zusammensetzung

Woraus besteht Tinte?

Tinte ist im Kern eine Mischung aus Wasser und Farbmitteln, ergänzt um ein Bindemittel und Zusätze zur Konservierung. Das gilt für Füllertinte ebenso wie im Grundsatz für Kugelschreibertinte, auch wenn deren Rezepturen zäher und lösungsmittelhaltiger sind.

Der lateinische Ursprung des Wortes „Tinte" verrät schon den Kern: gefärbtes Wasser. Welche Farbmittel genau verwendet werden und wie sie ins Wasser gelangen, hängt von der Art der Tinte und vom Hersteller ab. Das Farbmittel ist dabei entweder ein löslicher Farbstoff, der sich vollständig im Wasser verteilt, oder ein unlösliches Pigment. Damit die Farbe auf dem Papier haftet, kommt ein Bindemittel hinzu. Zusatzstoffe zur Konservierung sorgen dafür, dass sich die Tinte möglichst lange verwenden lässt.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, woraus Tinte bestehen kann. Schon vor rund 5.000 Jahren wurde in Ägypten und China Tinte aus Ruß und sogenanntem Gummiwasser verwendet, einem aus bestimmten Bäumen gewonnenen Saft. Ein anderes Rezept setzte auf die Tintenblasen von Tintenfischen. Daraus ergab sich ein braunschwarzer Farbstoff, der Sepia genannt wurde. Dasselbe Prinzip ist heute noch bei der Herstellung mancher Lebensmittelfarben gebräuchlich.

Kapitel II · Übersicht

Welche Arten von Tinte gibt es?

Einen vollständigen Überblick zu geben, ist kaum möglich: Es gibt unzählige Tintenarten, dazu in zahllosen Farben. Sinnvoll lassen sich aber die sechs gängigsten Arten unterscheiden, jede mit eigenen Stärken und Schwächen.

Tinten auf Wasserbasis

Sie zählen zu den Tinten mit löslichen Farbmitteln, der Farbstoff löst sich also vollständig im Wasser auf und setzt sich nicht ab. Die Tinte bleibt dadurch gleichmäßig. Ihr Vorteil: Sie schlägt nicht durch das Papier. Allerdings trocknet sie vergleichsweise langsam, und die Gefahr des Verwischens ist recht groß.

Tinten auf Lösungsmittelbasis

Auch Tinten auf Lösungsmittelbasis gehören zu den Tinten mit löslichen Farbmitteln, verhalten sich aber genau umgekehrt: Sie trocknen relativ schnell, verlaufen dafür auf saugfähigem Papier. Verwendet wird diese Tinte deshalb vor allem auf glatten Oberflächen wie Folie oder Glas.

Eisengallustinten

Diese Tinte ist seit mehr als zwei Jahrtausenden gebräuchlich und war vom Mittelalter bis ins frühe 20. Jahrhundert weit verbreitet. Hergestellt wurde sie einst aus Eisensulfat und Galläpfeln, aus denen die Gallussäure herausgekocht wurde, daher der Name. Eisengallustinte ist sehr beständig und damit dokumentenecht, lässt sich aber etwa aus Kleidung schlecht auswaschen. Klassische Rezepturen galten als ungeeignet für Füller, weil sie zur Verstopfung neigen. Viele moderne Eisengallustinten sind nach Erfahrung von Nutzern jedoch füllertauglich. Angeboten wird diese Art nur noch von wenigen Herstellern.

Pigmentierte Tinten

Anders als die löslichen Farbstoffe lösen sich Pigmente nicht im Wasser auf. Das hat einen Nachteil: Die Pigmente setzen sich recht schnell am Boden ab. Dafür sind ihre Stärken klar: hohe Farbkraft, Lichtbeständigkeit und Wasserfestigkeit. Bei gewünschter Dokumentenechtheit ist das ein großer Vorteil.

Tusche

Tusche ist eher ein Überbegriff, denn es gibt zahlreiche verschiedene Tuschen. Häufig bestehen sie aus Pigmenten und haben dann ähnliche Eigenschaften wie pigmentierte Tinten. Ein zugesetztes Bindemittel sorgt oft dafür, dass sie besser auf dem Papier haften. Weil Tusche recht dick ist und sehr schnell trocknet, eignet sie sich nicht für alle Anwendungen, besonders nicht für Druckerpatronen, deren Düsen rasch verstopfen würden.

Gel-Tinten

Gel-Tinten sind seit einigen Jahrzehnten stark auf dem Vormarsch. Im Grunde handelt es sich um eine pigmentierte Tinte auf Wasserbasis mit einem eigenen Fließverhalten. Im Ruhezustand ist sie recht dickflüssig, bei der Nutzung verflüssigt sie sich und sorgt für ein weiches, gleichmäßiges Schreibgefühl. Auf dem Papier schlägt sie weniger durch und kleckst kaum.

Kapitel III · Beständigkeit

Was bedeutet dokumentenechte Tinte?

Dokumentenechte Tinte ist so beständig, dass die Schrift auch nach langer Zeit noch lesbar bleibt. Sie ist licht- und wasserfest, wischt nicht ab und erschwert nachträgliche Veränderungen. Wichtig ist das vor allem bei amtlichen Dokumenten und bei Unterschriften unter Verträgen.

Der Begriff beschreibt also keine bestimmte Marke, sondern eine Funktion. Entscheidend ist, dass die Schrift in ihren Grundzügen erhalten bleibt, auch wenn das Papier altert, Licht ausgesetzt ist oder feucht wird. Tintenroller gelten in der Regel als dokumentenecht, da ihre Tinte schnell trocknet, gut lesbar und wasserfest ist.

Welche Tinten erfüllen das? Als grundsätzlich dokumentenecht gelten Eisengallustinte sowie pigmentierte Tinten. Beide sind beständig gegen Wasser und Licht, weil das Farbmittel fest mit dem Papier verbunden bleibt oder als unlösliches Pigment nicht ausgewaschen wird.

Ist ein Füller dokumentenecht?

Das hängt nicht am Füller, sondern an der Tinte. Mit einer dokumentenechten Tinte, etwa einer pigmentierten oder einer modernen Eisengallustinte, schreibt auch ein Füller dokumentenecht. Mit einer einfachen, wasserlöslichen Tinte dagegen nicht. Maßgeblich ist also immer die Angabe des Tintenherstellers, nicht das Schreibgerät selbst.

Kapitel IV · Kaufberatung

Welche Tinte eignet sich am besten für den Füller?

Die eine perfekte Füllertinte gibt es nicht, denn entscheidend sind Einsatzbereich und Schreibgewohnheiten. Ein paar Eigenschaften sollte eine gute Tinte für Füllfederhalter aber mitbringen:

  • möglichst schnell trocknen, damit sie auf dem Papier nicht verläuft,
  • wasserfest sein und gut auf dem Papier halten,
  • sich dennoch auswaschen lassen, falls ein Klecks auf die Kleidung gerät,
  • den Füller nicht verstopfen,
  • und je nach Anwendung auch dokumentenecht sein.

Jeder Hersteller nutzt für Tinten im Fass und Patronen eigene Rezepturen, die er in der Regel nicht offenlegt. Für den Alltag finden sich im Fachhandel aber viele leistungsfähige, wasserfeste Tinten, die sich fürs Schreiben auf Papier bestens eignen.

Das Hörner Tintenfass 30 ml gibt es in den Schreibfarben Blau, Schwarz, Grün und Rot. Die Tinte trocknet schnell, was sie zugleich für Linkshänder angenehm macht: Wer die Schreibhand über das eben Geschriebene zieht, verwischt sie deutlich seltener. Aus dem Fass befüllen Sie Kolbenfüller direkt oder Patronenfüller über einen Konverter.

Ob ein Füller dokumentenecht schreibt, entscheidet nicht das Schreibgerät, sondern die Tinte, die Sie hineingeben.
Aus der Praxis · Andre Hörner
Kapitel V · Füllsysteme

Patrone, Kolben oder Konverter.

Wer an Füllfederhalter denkt, denkt zuerst an die Tintenpatrone aus der Schulzeit. Es gibt aber drei Wege, wie die Tinte zur Feder gelangt: den Patronenfüller, den Kolbenfüller und den Konverter.

Beim Kolbenfüller wird die Tinte direkt in einen fest mit dem Füller verbundenen Behälter gezogen, den Kolben. Der Konverter greift diese Idee auf und macht sie mit klassischen Patronenfüllern kompatibel. Er ist letztlich ein austauschbarer Kolben, der statt einer Patrone auf einen Patronenfüller gesetzt wird. Der praktische Vorteil: Sie können jederzeit die Tinte Ihrer Wahl einfüllen und zwischen verschiedenen Tinten wechseln. Anders als beim fest verbauten Kolben lassen sich Konverter und Füller außerdem leicht reinigen.

Konverter eines Füllfederhalters, der mit Tinte aus dem Fass befüllt wird
Ein Konverter macht aus einem Patronenfüller einen nachfüllbaren Füller, hier passend zu einem Füllfederhalter aus dem Hörner-Sortiment.

Wie viele Seiten Sie mit einer Füllung schreiben, hängt von mehreren Faktoren ab: von der Tintenmenge, vom Papier und vor allem von der Feder. Federn gibt es in verschiedenen Größen, von sehr feinen F-Federn bis zu extrabreiten BB-Federn. Eine schmale Feder trägt weniger Tinte aufs Papier als eine breite. Eine klassische Patrone enthält etwa 1 ml Tinte. Als grobe Orientierung reicht das für rund 10 bis 20 A4-Seiten, mit einer feinen F-Feder eher mehr, mit einer breiten B- oder BB-Feder spürbar weniger.

Kapitel VI · Lagerung

Wie lange hält Tinte?

Ein echtes Ablaufdatum hat Tinte nicht. Gut gelagert, also dunkel und bei gleichbleibender, moderater Temperatur, lässt sie sich oft auch nach zehn Jahren noch zum Schreiben verwenden. Die Hersteller raten dennoch meist, Tinte innerhalb von etwa zwölf Monaten zu verbrauchen.

Mit der Zeit kann die Tinte austrocknen, der Wasseranteil verdunstet also. Bei pigmentbasierten Tinten setzen sich zudem die Pigmente ab und können die Tinte unbrauchbar machen. In beiden Fällen droht, dass die Tinte den Füller verstopft, beschädigt und im schlimmsten Fall unbrauchbar macht.

Kapitel VII · Selbermachen

Kann man Tinte selbst herstellen?

Ja, Tinte lässt sich selbst herstellen. Im Internet finden Sie viele Rezepte, von Anleitungen für Tinten in allen denkbaren Farben bis zu Tinten aus Naturstoffen.

Die Zutaten für eine klassische Eisengallustinte finden sich sogar im Wald. Eichenblätter mit kleinen Kugeln, in denen die Eichengallwespe ihre Larven abgelegt hat, sind der Grundbestandteil. Diese Galläpfel gibt man in Wasser und fügt einen Eisennagel hinzu. Nach ein paar Wochen entsteht daraus Tinte.

Vom Vermischen gekaufter Tinten sollten Sie dagegen absehen. Die chemischen Eigenschaften sind nicht immer zueinander kompatibel, und im schlimmsten Fall schadet das Ergebnis dem Füller.

Kapitel VIII · Praxis

Wie lässt sich Tinte wieder entfernen?

So wichtig es ist, dass Tinte lange hält: Manchmal soll Geschriebenes wieder vom Papier verschwinden oder ein Klecks aus der Kleidung entfernt werden.

Auf Papier helfen Tintenkiller aus dem Handel, aber auch Hausmittel. Geeignet sind etwa Nagellackentferner und Alkohol. Beide lassen sich direkt oder mit einem Wattebausch auf den Fleck oder das zu tilgende Wort auftragen und dann abwischen. Auch Essig wirkt: ein paar Minuten einwirken lassen und die Tinte, gegebenenfalls mit etwas Spülmittel, vom Papier wischen. Ganz rückstandslos gelingt das allerdings selten.

Aus Kleidungsstücken lassen sich Tintenflecken zum Beispiel mit Essig oder Milch auswaschen. Hartnäckiger ist Eisengallustinte, die sich deutlich schlechter entfernen lässt als wasserlösliche Tinte.

Kapitel IX · Begriffe

Tinten-Lexikon: Bleeding, Sheen, Ghosting & Co.

Rund um Tinte begegnen Ihnen immer wieder Begriffe, die sich nicht von selbst erschließen. Dieses kleine Lexikon ordnet die elf wichtigsten ein.

Bleeding
Beim Durchbluten (Bleeding) drückt die Tinte auf die Rückseite des Blattes durch, im schlimmsten Fall sogar auf die nächste Seite. Ursache ist oft eine sehr wässrige Tinte, häufig aber auch das Papier. Bleeding gilt als unerwünschter Effekt.
Cyan
Ein Begriff aus dem Druckbereich. Cyan ist eine der vier Grundfarben, aus denen ein Drucker jede Farbe mischt, und entspricht dem Blau der klassischen Farblehre. Die drei anderen Druckfarben sind Schwarz, Gelb und Magenta.
Feathering
Feathering bezeichnet das Ausfransen der Tinte entlang der Papierfasern. Statt einer sauberen Linie entstehen feine, gefiederte Ränder, die Schrift wirkt unscharf. Wie stark eine Tinte federt, hängt vom Zusammenspiel aus Tinte und Papier ab: saugfähiges Papier begünstigt Feathering, glatteres Papier hält die Linien schärfer.
Ghosting
Ghosting ist die abgeschwächte Variante des Bleeding. Die Tinte drückt nicht durch das Papier durch, dennoch lässt sich das Schriftbild auf der Rückseite erkennen.
Konverter
Ein Zubehörteil, das aus einem Patronenfüller einen nachfüllbaren Füller macht. Statt einer klassischen Patrone wird der Konverter aufgesetzt, die Tinte lässt sich beliebig wechseln, was vor allem für Vielschreiber interessant ist.
Magenta
Magenta entspricht beim Drucken dem Rot der klassischen Farblehre und hat eine eher rosa Tönung. Zusammen mit Schwarz, Gelb und Cyan lassen sich daraus alle möglichen Farben mischen.
Pigment
Pigmente sind Farbmittel, die anders als lösliche Farbstoffe nicht wasserlöslich sind. Pigmentierte Tinten sind besonders farbkräftig, lichtbeständig und wasserfest, ihre Pigmente setzen sich aber leicht und schnell ab.
Shading
Shading beschreibt das Schattieren der Tinte. Dort, wo viel Tinte aufs Papier kommt, erscheint sie dunkler als an Stellen mit weniger Tinte. Das ist kein Mangel, sondern ein gewollter Effekt verschiedener Tinten.
Sheen
Beim Sheen schimmert die Tinte in einem zweiten Farbton, etwa wenn eine blaue Tinte einen rötlichen Schimmer zeigt.
Shimmering
Ein dem Sheen ähnlicher Effekt, der jedoch durch Glitzerpartikel in der Tinte hervorgerufen wird.
Viskosität
Die Viskosität bezeichnet die Zähflüssigkeit der Tinte. Wasserlösliche Tinten sind flüssiger als zum Beispiel Tusche.

Welcher Stifttyp am Ende zu Ihnen passt, hängt eng mit der Tinte zusammen. Vertiefen können Sie das in unseren Ratgebern zu den Füller-Federstärken, zum Tintenroller und im Vergleich Kugelschreiber oder Tintenroller. Schreibt Ihr Füller nicht sauber, hilft der Ratgeber Füller kratzt weiter.

Tinte bei Hörner

Das Hörner Tintenfass 30 ml.

Die Tinte aus dem Fass befüllt Kolbenfüller direkt und Patronenfüller über einen Konverter. Sie trocknet schnell, was sie auch für Linkshänder angenehm macht, und ist in vier Schreibfarben erhältlich.

Das Tintenfass passt zu den Füllfederhaltern aus dem Hörner-Sortiment. Welche Federstärke zu Ihnen passt, lesen Sie im Ratgeber Füller-Federstärken.

Häufige Fragen

Tinte, kompakt beantwortet.

Woraus besteht Tinte?+
Tinte ist im Kern eine Mischung aus Wasser und Farbmitteln, also löslichen Farbstoffen oder unlöslichen Pigmenten. Dazu kommen ein Bindemittel, das die Farbe auf dem Papier hält, sowie Zusatzstoffe zur Konservierung, damit die Tinte lange nutzbar bleibt. Welche Anteile genau verwendet werden, unterscheidet sich je nach Tintenart und Hersteller.
Woraus wird Tinte hergestellt?+
Historisch wurde Tinte aus Ruß und sogenanntem Gummiwasser hergestellt, einem Saft aus bestimmten Bäumen. Ein anderes Rezept nutzte die Tintenblasen von Tintenfischen und ergab den braunschwarzen Farbstoff Sepia. Heute besteht Tinte aus Wasser, Farbstoffen oder Pigmenten, einem Bindemittel und Zusätzen zur Konservierung.
Was ist dokumentenechte Tinte?+
Dokumentenechte Tinte ist so beständig, dass die Schrift auch nach langer Zeit noch lesbar bleibt. Sie ist licht- und wasserfest, wischt nicht ab und erschwert nachträgliche Manipulation. Das ist vor allem bei Unterschriften unter Verträgen und bei amtlichen Dokumenten wichtig. Als grundsätzlich dokumentenecht gelten Eisengallustinte und pigmentierte Tinten.
Ist ein Füller dokumentenecht?+
Das hängt nicht am Füller, sondern an der Tinte, die Sie einfüllen. Mit einer dokumentenechten Tinte, etwa einer pigmentierten oder einer modernen Eisengallustinte, schreibt ein Füller dokumentenecht. Mit einer einfachen, wasserlöslichen Tinte auf Wasserbasis dagegen nicht. Achten Sie also auf die Angabe des Tintenherstellers, nicht auf den Füller selbst.
Welche Tinte eignet sich für den Füller?+
Eine gute Füllertinte trocknet zügig, hält wasserfest auf dem Papier und verstopft den Füller nicht. Lässt sie sich zugleich aus Kleidung auswaschen, ist das ein Plus. Je nach Anwendung kann sie auch dokumentenecht sein. Im Fachhandel finden sich viele Tinten im Fass, die für das tägliche Schreiben mit dem Füller gut geeignet sind.
Welche Tinte für einen Kolbenfüller?+
Ein Kolbenfüller zieht die Tinte aus einem Tintenfass direkt in den fest verbauten Kolben. Geeignet ist jede Tinte im Fass, die für Füller freigegeben ist. Vermeiden sollten Sie sehr dickflüssige Tinten und klassische, stark verstopfungsanfällige Tinten. Eine Füllertinte aus dem Fass, etwa in Blau oder Schwarz, ist hier die übliche Wahl.
Wie lange halten Tintenpatronen?+
Ungeöffnet ist Tinte lange haltbar. Bei dunkler, gleichmäßig temperierter Lagerung lässt sie sich oft noch nach Jahren verwenden. Die Hersteller empfehlen meist, Tinte innerhalb von etwa zwölf Monaten zu verbrauchen. Mit der Zeit kann der Wasseranteil verdunsten oder sich Pigment absetzen, dann verstopft die Tinte den Füller leichter.
Wie viele Seiten schreibt man mit einer Tintenpatrone?+
Eine klassische Füllerpatrone enthält etwa 1 ml Tinte. Wie weit das reicht, hängt vor allem von der Federbreite und vom Papier ab. Als grobe Orientierung kommen Sie damit auf ungefähr 10 bis 20 A4-Seiten. Mit einer feinen F-Feder schreiben Sie länger, mit einer breiten B- oder BB-Feder verbrauchen Sie deutlich mehr.
Was ist ein Konverter für den Füller?+
Ein Konverter ist ein austauschbares Füllsystem, das aus einem Patronenfüller praktisch einen Kolbenfüller macht. Statt einer Einwegpatrone setzen Sie den nachfüllbaren Konverter auf und ziehen Tinte aus dem Fass. So können Sie jederzeit die Tinte wechseln, und Konverter wie Füller lassen sich leicht reinigen.
Welcher Unterschied besteht zwischen Farbstoff und Pigment?+
Ein Farbstoff löst sich vollständig im Wasser, die Tinte bleibt gleichmäßig und schlägt seltener durch das Papier. Pigmente lösen sich nicht, sie sind farbkräftig, lichtecht und wasserfest, setzen sich aber leichter am Boden ab. Pigmentierte Tinten und Eisengallustinte sind deshalb die typische Wahl, wenn es auf Beständigkeit ankommt.
Kann man Tinte selbst herstellen?+
Ja. Im Netz finden sich viele Rezepte, von bunten Tinten bis zu Naturtinten. Klassisch ist Eisengallustinte: Galläpfel von Eichen kommen mit Wasser und einem Eisennagel zusammen, einige Wochen ziehen lassen, fertig. Gekaufte Tinten sollten Sie dagegen nicht mischen, sonst können unverträgliche Stoffe den Füller schädigen.
Wie entfernt man Tinte vom Papier?+
Auf Papier helfen Tintenkiller aus dem Handel, aber auch Hausmittel wie Nagellackentferner, Alkohol oder Essig. Tragen Sie das Mittel direkt oder mit einem Wattebausch auf, lassen es kurz einwirken und wischen die Stelle ab. Ganz rückstandslos gelingt das selten, ein leichter Schatten kann bleiben.
Wie bekommt man Tintenflecken aus Kleidung?+
Bei frischen Tintenflecken auf Stoff sind Essig und Milch bewährte Hausmittel. Den Fleck damit behandeln, einwirken lassen und anschließend auswaschen. Eisengallustinte ist hartnäckiger und lässt sich schlechter entfernen als wasserlösliche Tinte. Bei empfindlichen oder teuren Textilien ist die Reinigung die sicherere Wahl.
Was bedeutet Bleeding bei Tinte?+
Bleeding, auf Deutsch Durchbluten, beschreibt, dass die Tinte auf die Rückseite des Blattes durchdrückt, im schlimmsten Fall sogar auf die nächste Seite. Ursache ist oft eine sehr wässrige Tinte oder ein ungeeignetes, dünnes Papier. Bleeding gilt als unerwünscht und lässt sich mit dichterem Papier meist deutlich verringern.
Was ist Feathering bei Tinte?+
Feathering bezeichnet das Ausfransen der Tinte entlang der Papierfasern. Statt einer sauberen Linie entstehen feine, gefiederte Ränder, die Schrift wirkt unscharf. Wie stark eine Tinte federt, hängt vom Zusammenspiel aus Tinte und Papier ab. Saugfähiges, unbeschichtetes Papier begünstigt Feathering, glatteres Papier hält die Linien schärfer.
Andre Hörner, Geschäftsführer Hörner GmbH
Über den Autor
Andre Hörner
Geschäftsführer Hörner GmbH

Andre Hörner führt die Hörner GmbH seit 2016 und kennt das Sortiment aus tausenden Geschenk-Bestellungen, Gravur-Aufträgen und E-Mail-Anfragen. Seine Blog-Beiträge basieren auf realen Bestelldaten und der Erfahrung aus dem täglichen Kundenkontakt im Hörner-Online-Shop.

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