Der Hörner One – oder: Die Geschichte meines größten Fehlschlags

Kaum ein Unternehmer, der nicht jene Erfahrung gemacht hat, von der der Volksmund zu berichten weiß: Aller Anfang ist schwer. Und so begann auch mein Abenteuer nicht ohne Reibungen und Probleme, auf die ich jedoch heute, vier Jahre später, mit einem Schmunzeln zurückblicken kann, weil sie mich am Ende in meiner und der Entwicklung meiner Firma ein großes Stück vorangebracht haben. Die Rede ist von meinem allerersten Tintenroller – einem gewaltigen Fehlschlag.

Der erste Hörner One

Tintenroller Hörner One und seine Kinderkrankheiten

Aber ganz von vorn. Begonnen hat alles im Jahr 2016. Als Marketing- und Management-Student habe ich damals meine Liebe für Schreibgeräte entdeckt. Besonders hochwertige Kugelschreiber und Tintenroller hatten es mir angetan. Mein Interesse für Schreibwaren wuchs und wuchs und ich informierte mich, welche Eigenschaften einen Kugelschreiber edel machen und wie ich die Schreibeigenschaften optimieren könnte. Es folgte sehr bald der Schritt in die Selbstständigkeit – und mit dem ersten Modell Hörner One, das im September 2016 auf den Markt kam, begannen auch bald die Probleme.

Vor allem war es meine Unerfahrenheit, die mich sehr schnell entlarvte und die man dem One an allen Ecken und Enden ansah. Optisch machte er zwar etwas her, doch übersah ich in punkto Verarbeitungsqualität Dinge, die meine Kunden zu teils harschen Bewertungen zwangen.

So war das Gewinde aus Plastik, weshalb der Stift häufig in der Mitte brach. Brach es nicht, nutzte sich das Gewinde doch zumindest schnell ab und rutschte nach wenigen Minenwechseln aus der Halterung. Die Minen selbst hatten ständig Aussetzer oder schrieben erst gar nicht. Und der Klebstoff hielt auch nicht lange, was dazu führte, dass der Stift nach wenigen Monaten auseinanderfiel.

Bewertung

Hörner Urban brachte Licht am Ende des Tunnels

Nach dieser Erfahrung und dem negativen Feedback war es nur normal, dass in mir die Zweifel wuchsen, ob es nach dem Hörner One Tintenroller irgendwann einen Hörner Two geben würde. Ich war wütend auf mich selbst und bereit, mein Projekt aufzugeben. Doch dann kam der Hörner Urban – und mit ihm ein Licht am Ende des Tunnels.

Die Minen waren noch immer weit von der Qualität entfernt, die Sie heute von Hörner kennen. Aussetzer waren an der Tagesordnung, weshalb ich zunächst zwei Minen ins Päckchen legte, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass wenigstens eine schreibt.

Schnell griff ich dann zu Qualitätsminen, die vollständig in Deutschland produziert wurden und einen regelrechten Quantensprung in punkto Schreibqualität darstellten. Eine wesentlich größere Schreiblänge und ein weicheres Schreiben waren die Folge. Der erste Schritt in die richtige Richtung war vollzogen.

Bald kam eine neue Verpackung dazu und ich arbeitete am Gewicht der Stifte. Das Kunden-Feedback wurde mit jeder Optimierung besser und mit jeder positiven Bewertung wuchs zugleich meine Motivation, noch besser zu werden. Die negativen Bewertungen auf Amazon von vor zwei Jahren gehörten damit endgültig der Vergangenheit an.

Neuauflage gibt Hörner One eine zweite Chance

Doch so ganz vergisst man seine ersten Jahre nie – und auch nicht die Fehlschläge, mit denen man auf seinem Weg klarkommen musste und die man doch so gern ausmerzen und die Schmach ein wenig wettmachen möchte. Deshalb war es mir eine Herzensangelegenheit, es noch einmal mit dem Tintenroller Hörner One zu versuchen. Er erfährt deshalb nun eine Neuauflage und bekommt seine verdiente zweite Chance.

Alles Wissen, das ich in den vergangenen Jahren habe sammeln können, floss in die Neuentwicklung und Optimierung ein. Das Design wurde leicht überarbeitet, alle Plastikteile entfernt und stattdessen ein robustes Metallgewind eingesetzt. Das Logo zeugt dezent von der neuen Hörner-Qualität, hochwertige Minen garantieren ein langanhaltendes Schreiberlebnis. Auch die Verpackung ist neu, ebenso wie zahlreiche kleine Details. Alles ist also angerichtet, damit der Hörner One in der Version 2.0 diesmal ein Erfolg wird.

Hörner Carbon Tintenroller Grau

Erkenntnis eines Lernprozesses: Aus Fehlern wird man klug

Mag aller Anfang auch schwer sein: Der Volksmund weiß auch spätestens seit Wilhelm Busch noch etwas anderes. Aus Fehlern lernt man und wird klug. Deshalb ist einer nicht genug.

Ich habe nicht aufgehört und werde niemals aufhören, weiter zu lernen und die Hörner Kugelschreiber und Tintenroller stetig zu verbessern. Helfen Sie mir gern dabei mit Ihrem Feedback und Verbesserungsvorschlägen. Eines habe ich in den vergangenen Jahren gelernt: Es ist immer noch Luft nach oben!

 

Beste Grüße
Andre Hörner

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